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Hier in meinem neuen Blog gibt es alle Neuigkeiten rund um alle Geschehnisse aus dem Jagdhundetraining und dem spannendem Alltag aus der Jagdhundeschule
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Prüfungsgeschehen Frühjahr 2019

2. Mai 2019 @ Alles neu macht der Mai! Im Frühjahr war viel los zum Thema Prüfungen und Leistung hier in der Jagdhundeschule. Zu Beginn die BTR zu der sich 5 unserer Gespanne stellten und 3 diese erfolgreich bestanden. Dann waren die Teckel dran, auf der 20h Schweißfährte bestanden Standart Rauhaarteckel  Hexe und Zwergrauhaarteckel Cleo mit ihren stolzen Erstlingshundeführern. Dann ein kleines Resümee zu den Vorstehhunden, in den Vorbereitungslehrgängen VJP/Derby 2019 beteiligten sich DD, DK, DL, KLM, PP, Weim und UK. Allesamt bestanden ihre Prüfung mit sehr guten Zensuren, wobei mehr als die Hälfte weit über 70 Punkte kamen. Zwei Gespanne erhielten zudem ein AH. Die DK Fraktion bestand im ersten Preis alles 4. Von den anderen Hunden kamen 6 über 65 Punkte und 3 über 58Punkte. Ein großer Erfolg, besonders für die Erstlingshundeführer, die sich nun das erste Mal auf einer Prüfung messen mussten. Auch die Ausbildungshunde die sich in der Vorbereitung hier befanden bestanden mit sehr ordentlichen Zensuren. DD Dawer vom Börgehof 70 Punkte DK Wenke von der Jydebeck Derby I.Preis alles 4 DD Fritz vom Hexenweg 69 Punkte Griffon Bea vom Duhmenhof 64 Punkte   Ich persönlich war auch nicht untätig und führte meine eigenen Aspiranten: DD Freddy vom Hexenweg 71 Punkte DD Cora vom Schloßturm 70 Punkte DD Szavontai Dora 70 Punkte DD Cara vom Teuberschlag 69 Punkte Eine spannende Saison geht nun vorüber. Es ist immer wieder spannend, wie stark sich das Wetter als auch der Wildbesatz auf die jeweiligen Prüflinge und deren Leistungen am Prüfungstag auswirken. Ebenso dieses kleine Quäntchen Glück, welches man manchmal hat oder eben nicht...interessant war es ebenfalls in unterschiedlichen Vereinen quer durch NRWund Niedersachsen zu führen. Zudem war ich dieses mal als Lehrgangsleitung noch mehr als sonst gefragt, wenn Prüflinge aus Krankheitsgründen ihre Hunde nicht führen konnten. Da geht man selber,als erfahrener Führer mit wackeligen Knien in eine VJP, wenn man den Hund nur eine Woche bei sich hatte und man einspringen muss. Zum Glück ist alles gut gelaufen und nun geht die Zeit der Vorbereitung auf die HZPen los!!  

Endlich Verbandsrichterin

10. März 2019 @ Nach voller Ausnutzung der vorgeschriebenen Zeit für die Richteranwartschaft im JGHV habe ich nun die letzte Hürde, den Sachkundenachweis für Verbandsrichter im JGHV, erfolgreich absolvieren können. Von Fortbildungen, zu Anwartschaften auf VJPen, HZPen und VGPen und nun der letzten Prüfung bin ich ausgesprochen froh es geschafft zu haben.Am Beeindruckensten auf dieser Reise zum JGHV Richter empfand ich all die erfahrenen Richter, die alle ehrenamtlich und mit Passion Wochenenden über Wochenenden im Dienste der Jagdgebrauchshunde tätig waren und sind. Ob im strömenden Regen, bei intensiven Diskussionen und das ganze Bearbeiten der Richterberichte, wurde ich und alle anderen Anwärter mit viel Herzblut angeleitet. Ungewöhnlich nun auch mal auf der anderen Seite zu stehen, nicht als nervöser Hundeführer sondern als objektive Richterin. Allzu viel werde ich wohl nicht richten können, das Führen der Ausbildungshunde steht immer an erster Stelle, aber der Perspektivwechsel regt definitv zum Nachdenken an.

Zuchtschau Heidi und Gesa

10. Februar 2019 @ Am 10.02.2019 wurde ganz genau hingeschaut: Wir waren zur Zuchtschau. Nicht nur die Gesamterscheinung, sondern auch auf die vielen Kleinigkeiten wird bei der Form- und Haarwertbeurteilung geachtet. Ist das Haar fest genug? Ist die Brust breit genug oder stehen die Läufe korrekt? Was auf den ersten Blick nebensächlich erscheint hat aber jagdlichen Bezug: das feste,dichte Haar soll vor Kälte und Dornen schützen. Die Brust muss Raum für gutes Lungenvolumen bieten, um die ganze Power beim Rennen zu geben. Korrekte Läufe sorgen für ordentliche Bewegungsabläufe und weite Sprünge. Auch auf das Wesen wird geachtet, sind die vorgestellten Hunde freundlich und umweltvertraut? Als Hundeführer muss man sich auch auf die Zuchtschau vorbereiten, die Präsentation im Ring mus genauso geübt werden, wie jede andere Trainingseinheit. Unser Hund soll sich einfach von seiner besten Seite zeigen! Für Distel vom Hexenweg (Gesa) als auch Suri vom Düwelsbarg (Heidi) gab es jeweils für Form und Haar SG/SG (9/9). Da kann ich sehr gut zufrieden sein.

Bringtreue Training

5. Februar 2019 @ Momentan teilt sich das Training in zwei Gruppen: Hauptsächlich Jugendsuchenvorbereitung für die Jährlinge aber auch BTR-Training für die adulten Hunde. Was muss der Hund für die BTR eigenlich können? Die Bringtreueprüfung: Ein Fuchs (3,5kg) mit voller Lauf und Luntenlänge wird zwei Stunden vor Prüfungsbeginn 100m vom Punkt des Ansetzens des Hundes im Wald ausgelegt. Hierbei werden alle Füchse der zu prüfenden Hunde in einer Reihe platziert mit 50m Abstand zueinenader. Die Hunde werden einzeln "Voran" geschickt und haben 20min Zeit den Fuchs zu finden, aufzunehmen und zu bringen. So die Theorie. Im Training gibt es immer zwei Hauptprobleme: das weite "Voran"-Schicken und der Fuchsapport. Beides muss mit gleicher Aufmerksamkeit trainiert werden! "Fuchs": Zwei Probleme gibt es beim Fuchsapport: 1. Das Gewicht des Fuches und 2. sein Geruch. Der saubere Apport ist hier ein Muss! Ohne dem wird der Fuchsapport ein Krampf. Ich starte, wenn meine Hunde den Basisapport durchgearbeitet haben mit dem Oberländerapportierbock und zwar zunächst mit wenig Gewicht. Von Woche zu Woche steigere ich nun langsam dieses bis zu 4.5-5.00 Kg. Somit baue ich langsam die Nackenmuskulatur auf und das spätere Tragen des Fuchses ist kräftemäßig schon mal kein Problem mehr. Neben dem Apportierbock nutze ich auch dreigeteilte Dummys/Apportiersäcke oder den "Gummi-Fuchs" der Firma Waidwerk. Dies ist förderlich für die Gewöhnung des Hundes an "sperriges" Wild, da häufig auf die Lunte getreten wird, oder die Hunde sich durch das Bewegen der Läufe die den Körper berühren irritiert lassen. Wenn diese drei Apportel zuverlässig und sicher getragen und gebracht werden, starte ich mit dem echten Reineke. Hierbei beginne ich mit leichten Füchsen mit wenig Gewicht und mit Schrot geschossen. Dies ist ideal da der Fuchs sauber ist und kein übermäßiger Schweiß, wie zum Beispiel beim Kugelfuchs durch Ein-Ausschuß austreten wird. Später muss der Hund jeden Fuchs bringen, aber der Anfang sollte dennoch positiv gestartet werden. Zu Beginn der Apportierübung Fuchs lege ich mir diesen auch immer passend hin. Was heißt passend? Der Fuchs wird auf den Bauch gelegt, die Läufe&Lunte unter den Wildkörper geschoben. So kann der Hund beim ersten Schicken nicht den Fuchs am Hinterlauf herschleifen oder an der Lunte ziehen. Derartig drapiert schicke ich den Hund zum Fuchs, er kann diesen nun über den Rücken aufnehmen und beim anheben fallen Läufe und Lunte gerade nach unten. Angenehmes Tragen ohne stolpern und sauber mittig gegriffen! Viele machen nun den Fehler, den Hund mit dem Thema Fuchs "sauer" zu arbeiten, also jede Trainingseinheit Füchse in allerlei Form apportieren zu lassen. Ich persönlich bringe immer Variation ins BTR Training, eine Einheit gilt dem Bringen vom Fuchs, die andere befasst sich mit dem Voran-schicken im Wald, so halte ich die Motivation hoch und der Hund beginnt nicht sobald ich ihn los schicke unlustig in den Wald zu laufen,in böser Erwartung dort läge wieder ein Fuchs. Gerne wechsle ich hierbei die Raubwildart, zu Beispiel dann auch mal Apport vom Waschbären oder Mader mit einfließen lassen. Das andere Problem ist das Schicken. Viele Hunde fallen bereits durch die BTR ohne beim Fuchs angekommen zu sein. Denn das Schicken in die Tiefe stellt sich dann als Problem heraus. Der Hund muss wissen, dass ziemlich genau 100m vor ihm im Wald Arbeit auf ihn wartet. Daher gilt es hier auch die Übung aufzubauen. Hierbei arbeite ich gerne mit normalen Canvas Dummys mit Duftstoff, die sind neutral und werden vorerst nicht mit dem Fuchs in Verbindung gebracht. Die Dummys werden zuerst von außen in den Wald ausgelegt, zunächst in 25m Entfernung vom Hund aus gesehen. Wichtig hierbei, immer von außen auslegen, sonst macht der Hund nur die Arbeit unserer Fährte und  nicht das freie Voranschicken. Nun wird der Hund neben dem Hundeführer ins Sitz gebracht und mit Schwung ins Voran zu dem 25m entfernten Dummy geschickt. Wenn dies sicher klappt, erhöht man die Distanz, auf 50m, 75m und schließlich 100m.Dies ist die erste Übung für das Schicken, der Hund muss die Erfahrung machen, dass immer wenn er geschickt wird, auch ohne Anlehnung an eine Schleppe oder Spur was zu apportieren liegt. Auch gut funktioniert die Arbeit mit einer Hilfsperson die gegenüber des Gespannes im Wald steht und sich mit "Hopp, Hopp" bemerkbar macht und der Hund dann in diese Richtung geschickt wird. Dies empfhielt sich aber nur ein, zwei Mal da sonst der Hund immer nur auf den Ruf wartet und Selbstständigkeit darunter leidet. Daher präferiere ich die Variante mit den Dummys, die vorher ausgelegt wurden. Wenn beide Aufgaben, Fuchs und Schicken gut funktionieren vereine ich beide Übungen miteinander. Eine Hilfsperson, die den Hund beobachtet und Handykontakt zu uns hält ist wichtig, damit ggf auftretendes Fehlverhalten direkt korrigiert werden kann. Wie bei vielen anderen Abrichteübungen, bringt hier der systematische Aufbau und das stetige, konsequente Üben Erfolg!!! Waidmannsheil