Blog

Hier in meinem neuen Blog gibt es alle Neuigkeiten rund um alle Geschehnisse aus dem Jagdhundetraining und dem spannendem Alltag aus der Jagdhundeschule
.

Bringtreue Training

20.01.2020 @ Momentan teilt sich das Training in zwei Gruppen: Hauptsächlich Jugendsuchenvorbereitung für die Jährlinge aber auch BTR-Training für die adulten Hunde. Was muss der Hund für die BTR eigenlich können? Die Bringtreueprüfung: Ein Fuchs (3,5kg) mit voller Lauf und Luntenlänge wird zwei Stunden vor Prüfungsbeginn 100m vom Punkt des Ansetzens des Hundes im Wald ausgelegt. Hierbei werden alle Füchse der zu prüfenden Hunde in einer Reihe platziert mit 50m Abstand zueinenader. Die Hunde werden einzeln "Voran" geschickt und haben 20min Zeit den Fuchs zu finden, aufzunehmen und zu bringen. So die Theorie. Im Training gibt es immer zwei Hauptprobleme: das weite "Voran"-Schicken und der Fuchsapport. Beides muss mit gleicher Aufmerksamkeit trainiert werden! "Fuchs": Zwei Probleme gibt es beim Fuchsapport: 1. Das Gewicht des Fuches und 2. sein Geruch. Der saubere Apport ist hier ein Muss! Ohne dem wird der Fuchsapport ein Krampf. Ich starte, wenn meine Hunde den Basisapport durchgearbeitet haben mit dem Oberländerapportierbock und zwar zunächst mit wenig Gewicht. Von Woche zu Woche steigere ich nun langsam dieses bis zu 4.5-5.00 Kg. Somit baue ich langsam die Nackenmuskulatur auf und das spätere Tragen des Fuchses ist kräftemäßig schon mal kein Problem mehr. Neben dem Apportierbock nutze ich auch dreigeteilte Dummys/Apportiersäcke oder den "Gummi-Fuchs" der Firma Waidwerk. Dies ist förderlich für die Gewöhnung des Hundes an "sperriges" Wild, da häufig auf die Lunte getreten wird, oder die Hunde sich durch das Bewegen der Läufe die den Körper berühren irritiert lassen. Wenn diese drei Apportel zuverlässig und sicher getragen und gebracht werden, starte ich mit dem echten Reineke. Hierbei beginne ich mit leichten Füchsen mit wenig Gewicht und mit Schrot geschossen. Dies ist ideal da der Fuchs sauber ist und kein übermäßiger Schweiß, wie zum Beispiel beim Kugelfuchs durch Ein-Ausschuß austreten wird. Später muss der Hund jeden Fuchs bringen, aber der Anfang sollte dennoch positiv gestartet werden. Zu Beginn der Apportierübung Fuchs lege ich mir diesen auch immer passend hin. Was heißt passend? Der Fuchs wird auf den Bauch gelegt, die Läufe&Lunte unter den Wildkörper geschoben. So kann der Hund beim ersten Schicken nicht den Fuchs am Hinterlauf herschleifen oder an der Lunte ziehen. Derartig drapiert schicke ich den Hund zum Fuchs, er kann diesen nun über den Rücken aufnehmen und beim anheben fallen Läufe und Lunte gerade nach unten. Angenehmes Tragen ohne stolpern und sauber mittig gegriffen! Viele machen nun den Fehler, den Hund mit dem Thema Fuchs "sauer" zu arbeiten, also jede Trainingseinheit Füchse in allerlei Form apportieren zu lassen. Ich persönlich bringe immer Variation ins BTR Training, eine Einheit gilt dem Bringen vom Fuchs, die andere befasst sich mit dem Voran-schicken im Wald, so halte ich die Motivation hoch und der Hund beginnt nicht sobald ich ihn los schicke unlustig in den Wald zu laufen,in böser Erwartung dort läge wieder ein Fuchs. Gerne wechsle ich hierbei die Raubwildart, zu Beispiel dann auch mal Apport vom Waschbären oder Mader mit einfließen lassen. Das andere Problem ist das Schicken. Viele Hunde fallen bereits durch die BTR ohne beim Fuchs angekommen zu sein. Denn das Schicken in die Tiefe stellt sich dann als Problem heraus. Der Hund muss wissen, dass ziemlich genau 100m vor ihm im Wald Arbeit auf ihn wartet. Daher gilt es hier auch die Übung aufzubauen. Hierbei arbeite ich gerne mit normalen Canvas Dummys mit Duftstoff, die sind neutral und werden vorerst nicht mit dem Fuchs in Verbindung gebracht. Die Dummys werden zuerst von außen in den Wald ausgelegt, zunächst in 25m Entfernung vom Hund aus gesehen. Wichtig hierbei, immer von außen auslegen, sonst macht der Hund nur die Arbeit unserer Fährte und  nicht das freie Voranschicken. Nun wird der Hund neben dem Hundeführer ins Sitz gebracht und mit Schwung ins Voran zu dem 25m entfernten Dummy geschickt. Wenn dies sicher klappt, erhöht man die Distanz, auf 50m, 75m und schließlich 100m.Dies ist die erste Übung für das Schicken, der Hund muss die Erfahrung machen, dass immer wenn er geschickt wird, auch ohne Anlehnung an eine Schleppe oder Spur was zu apportieren liegt. Auch gut funktioniert die Arbeit mit einer Hilfsperson die gegenüber des Gespannes im Wald steht und sich mit "Hopp, Hopp" bemerkbar macht und der Hund dann in diese Richtung geschickt wird. Dies empfhielt sich aber nur ein, zwei Mal da sonst der Hund immer nur auf den Ruf wartet und Selbstständigkeit darunter leidet. Daher präferiere ich die Variante mit den Dummys, die vorher ausgelegt wurden. Wenn beide Aufgaben, Fuchs und Schicken gut funktionieren vereine ich beide Übungen miteinander. Eine Hilfsperson, die den Hund beobachtet und Handykontakt zu uns hält ist wichtig, damit ggf auftretendes Fehlverhalten direkt korrigiert werden kann. Wie bei vielen anderen Abrichteübungen, bringt hier der systematische Aufbau und das stetige, konsequente Üben Erfolg!!! Waidmannsheil  

Vorbereitung für die Jugendsuche

27. Januar 2020 @ 6:00 pm - 9:00 pm Die aktuellen Hundeführerlehrgänge sind nun angefangen, besonders spannend ist dies für die Gespanne die im Frühjahr 2020 die Verbandsjugendprüfung bestreiten wollen! Aber auch unsere Jagdpraxis und BHP Gruppen sind schon wahnsinnig fleißig. Mir ist immer wichtig, dass jeder gut vorbereitet in die Prüfungen geht, daher gibts immer schon Anfang Februar zwei Seminarabende zum Thema "VJP-Prüfungsvorbereitung". Dort gibts neben kurzer Vorstellung der Prüfungsordnung für Verbandsjugendprüfungen vom JGHV, viele Anleitungen für das zielgerichtetete Üben zur Jugendsuche. "Wie setze ich auf die Hasenspur an?"oder "Wann und wie häufig ist es sinnvoll die Quersuche zu üben?" all diese Fragen werden beantwortet und anhand kurzer Lehrvideos gezeigt! Das wird ein informativer Abend.

Taubentage

25. Januar 2020 @ 6:00 pm - 9:00 pm Dieses Wochenende steht der große Taubentag vom Hegering Rosendahl an! Mental stelle ich mich wieder auf kalte Füße ein und hoffe auf schlechteres Wetter, damit auch mit ein wenig Anflug gerechnet werden kann. Als Hund werde ich unsere älteste Dd Hündin Hexe mitnehmen, da wird die Standruhe kein Thema sein und auch beim schnellen finden und apportieren kann ich mich auf sie verlassen. Amsel wird den Sebastian unterstützen. Die jungen Hunde bleiben daheim, da die Ausbildung ist noch nicht abgeschlossen und die Jagd ist nicht zum ausbilden da. Viele bauen sich schon früh Ausbildungsbaustellen ein, indem noch nicht im Gehorsam und Apport durch gearbeitete Junghunde mit zur Taubenjagd genommen werden. Mangelnde Standruhe schmälern, dann zuerst den Jagderfolg und der noch nicht "sitzende" Apport der Tauben bringt Frust für den Hundeführer. Erfolgreiches Training kann man anders planen..... gerade die Taubenjagdsituation übe ich gerne in den Hundekursen, da werden Schirme und Lockbilder aufgebaut und erstmal in kontrollierter Situation der Apport toter Tauben aus dem Lockbild geübt, da bekommt der Hund vernünftiges Rüstzeug um später auf den "echten" Taubentagen zu glänzen.

Frühjahrspläne 2020

21.01.2020 @ 6:00 pm - 9:00 pm Ziemlich genau zwei Jahre ist es her, dass ich vom JGHV das goldene Hundeführerabzeichen erhielt. Eine Leistungsplakette für das erfolgreiche Führen von Jagdgebrauchshunden zur VGP, sogenannten Meisterprüfungen. Da ist man schon ein wenig Stolz, aber auch demütig und dankbar für all die Jäger die einem vertrauensvoll ihre Hunde in meine Hände gegeben haben. Dann drei Wochen später erhielt ich den Züchterpreis von der VDD Gruppe Porta Westfalica für den D-Wurf vom Hexenweg. Jetzt ist das Jahr 2020 gestartet und bringt wieder viele spannende Aufgaben mit. Der Auftakt wird wieder die Messe Jagd und Hund in Dortmund sein, wo man Hand in Hand mit der DD Familie für die gemeinsame Sache Deutsch Drahthaar arbeitet. Ich freue mich schon auf viele spannende Gespräche, das Wiedersehen von alten Freunden und darauf neue DD Fans kennen lernen zu dürfen. Dann geht es weiter mit unserer BTR Prüfung, wo die Gespanne aus den Lehrgängen antreten werden und ihre Zuverlässigkeit im Bringen unter Beweis stellen wollen. Im Anschluss werden alle,hoffentlich mit lachenden Gesichtern mit Wildbratwurst und Kaltgetränken versorgt. Im Frühling geht es weiter mit den Anlagenprüfungen. Derby, VJP und ein paar Spurlautprüfungen stehen an. Das Training läuft schon auf Hochtouren. Wir planen den H-Wurf vom Hexenweg und hoffen, dass unsere Distel bald läufig wird um von Harpo III vom Spanger Forst belegt werden zu können. Und zu guter Letzt fürs Frühjahr 2020 wird unsere Zwingeranlage renoviert. Ein tolles Projekt, von dem ich hier noch weiter berichten werde! Auf los gehts los!!!!